66 geboren in Irland im Jahr 1864, fungierte Roger Casement als britischer Konsul in verschiedenen Teilen Afrikas (1895-1904) und Brasiliens (1906-1911), wo er Gräueltaten unter Kongolesen und Putumayo-Gummi-Arbeitern anprangerte. 1911 wurde er zum Ritter geschlagen und kehrte nach Irland zurück, wo er als leidenschaftlicher Nationalist versuchte, die deutsche Unterstützung für die Sache zu gewinnen. Er wurde 1916 in London wegen Hochverrats gehängt. Als zwanghafter Tagebuchschreiber wurden seine sogenannten „Schwarzen“ Tagebücher erst 1994 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Zum Zeitpunkt seines Prozesses wurden diese Tagebücher, in denen seine promiskuitiven homosexuellen Aktivitäten in Brasilien dokumentiert sind, genutzt, um ihn zu verurteilen und anschließend seinen Ruf zu schädigen. Erstmals veröffentlicht – ebenso seine öffentlich zugänglichen „Weißen“ Tagebücher desselben Jahres – bieten sie dem Leser nicht nur die Möglichkeit, die Echtheit zu beurteilen – was noch immer hitzig diskutiert wird – sondern gewähren auch Einblicke in den Geist des mutigsten, selbstlosesten und praktischsten Menschenrechtlers der Edwardianischen Ära.
Hersteller
- Verleger
- Pimlico
- Sprache
- Deutsch
- Untertitel
- -
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 274
- Veröffentlichungsdatum
- 01/12/1997
- Tastaturen
- Kalender
- Veröffentlichungsdatum
- 1997
- Abmessungen
- 15.9x24.1 cm
- ISBN-13
- 9780712673754
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