Was seine Fotografien eint, ist nicht ihr Thema, sondern die Art und Weise, wie die Welt sich ihm präsentiert: die lebendige Intensität der Farben, die scharfen Schattenkanten, urbane Geometrien, die den Raum wie eine Jazzphrase durchqueren. Doch diese Bewegung—im Einklang mit den Werken, die unter dem Titel A Sense of Place versammelt sind—enthüllt eine andere Dimension seines Œuvres: eine Chronik des urbanen Lebens. Die Stadt wird zur Bühne, auf der soziale Interaktionen Identitäten formen, auf der jede Person in einem einzigen Moment sowohl Individualität als auch Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft aushandelt.
Während seine Kompositionen und seine Meisterschaft im Umgang mit Farben oft gelobt wurden, wurde weniger Aufmerksamkeit auf den Platz gerichtet, den sein Durchgang durch die Stadt dem anonymen Stadtbewohner einräumt. In einem Café, an einer Straßenecke, an einer Wand lehnend, werden seine Figuren im scheinbaren Unwichtigkeitsgrad des Alltags festgehalten. Nichts Außergewöhnliches treibt seinen Blick an, außer einer Neugier, frei von jeder sozialen Hierarchie. Die visuelle Kraft entsteht dann aus der Neukonfiguration der Realität durch Farbe und Komposition.
Soziale Rituale, Architektur und gedämpftes Licht, im Moment eingefangen, werden seltsam, zärtlich oder subtil ironisch. Das Gewöhnliche wird zum Theater. Und seine Vertiefung in vertraute Gebiete—Belgien, Frankreich—schärft seine Sichtweise weiter. Das Werk kann somit als eine umfassende Untersuchung des modernen Lebens gelesen werden, die über mehr als fünfzig Jahre weltweit durchgeführt wurde. Dabei fängt es ein, was innerhalb des Bildes geschieht, und offenbart gleichzeitig eine lebendige Energie, die über den Rahmen hinausgeht, der durch das Auge des Fotografen festgelegt ist.