Man würde erwarten, dass man in einem Werk mit dem Titel "Die Komödie der Liebe" eine Liebesgeschichte verfolgt, wie sie in den städtischen Theatern des späten 19. Jahrhunderts überhandnimmt. Vom Bereich des Vaudeville bis zur naturalistischen Szene komponieren Liebschaften, Ehebrüche, Eifersucht und Rivalitäten, soziale Barrieren, heuchlerisches Verhalten und erotische Tricks Komödien oder Dramen, je nach Sichtweise oder Temperament des jeweiligen Autors. In diesem Werk von Ibsen sind jedoch deutlich mindestens zwei Elemente erkennbar, die es grundlegend von der Liebesthematik des traditionellen Theaters unterscheiden. Das eine ist eine Tendenz zur Erforschung des Themas und zum Austausch von Meinungen zwischen den dramatischen Figuren auf oft theoretischer Ebene. Mit anderen Worten, das Ziel ist nicht, in diesem Fall die Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau des Stücks zu entwickeln oder zu legitimieren, sondern die Wahrheit über die Liebe und die Ehe ans Licht zu bringen und folglich über individuelle Unabhängigkeit sowie über familiäre und gesellschaftliche Pflichten. Freiheit und Bindung sind also im Wesentlichen die beiden gegensätzlichen Protagonistinnen des Werkes, und die Personen spielen eine deutlich geringere Rolle.
Hersteller
- Autor
- Henrik Ibsen
- Verleger
- Aigokeros
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 128
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 2012
- Auszeichnung
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- Abmessungen
- 21x15 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- ISBN-13
- 9789603224525
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