Sprach- und Philologiebücher

Speaking Parts: Conversation, Character, And Social Worlds In Nineteenth-century British Novels Tara Menon Princeton University Press

Wie direkte Rede im Roman unser Verständnis von literarischen Figuren und ihren sozialen Welten prägt. Für viele Leser bedeutet das Denken an die fiktionale Literatur des neunzehnten Jahrhunderts,...

Wie direkte Rede im Roman unser Verständnis von literarischen Figuren und ihren sozialen Welten prägt. Für viele Leser bedeutet das Denken an die fiktionale Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, sich an sprechende Charaktere zu erinnern: Elizabeth, die Darcy in Stolz und Vorurteil ablehnt; Jane, die Rochester in Jane Eyre kritisiert; Dorothea und Célia,...

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Wie direkte Rede im Roman unser Verständnis von literarischen Figuren und ihren sozialen Welten prägt. Für viele Leser bedeutet das Denken an die fiktionale Literatur des neunzehnten Jahrhunderts, sich an sprechende Charaktere zu erinnern: Elizabeth, die Darcy in Stolz und Vorurteil ablehnt; Jane, die Rochester in Jane Eyre kritisiert; Dorothea und Célia, die Mr. Casaubon in Middlemarch diskutieren. Und doch haben Literaturkritiker überraschend wenig über die erzählerischen Effekte des Dialogs gesagt. In Speaking Parts zeigt Tara Menon, wie direkte Rede—Worte, die in Anführungszeichen stehen und scheinbar die genauen Äußerungen der Figuren sind—unser Verständnis von fiktionalen Figuren und den sozialen Welten, die sie bewohnen, prägt. Durch die Kombination von computerbasierten Werkzeugen und intensiver literarischer Analyse stellt Menon die direkte Rede wieder an ihren rechtmäßigen Platz in der Erzähltheorie, würdig der kritischen Ernsthaftigkeit, die anderen erzählerischen Elementen wie dem freien indirekten Diskurs zuteilwird.

Nachdem sie die direkte Rede in fast tausend britischen Romanen, die zwischen 1789 und 1901 geschrieben wurden, quantifiziert hat, richtet Menon ihre Aufmerksamkeit auf mehrere kanonische Werke der neunzehnten Jahrhunderts von Jane Austen, Charlotte Brontë und George Eliot. Sie untersucht unter anderem, wie Austen durch ihre Zuordnung von Rede Sympathie für bestimmte Figuren schafft; die erzählerische Bedeutung von sprechenden Figuren, denen in Jane Eyre keine richtigen Namen gegeben werden; und die soziale Isolation von Dorothea in Middlemarch, wie sie durch Sprachnetzwerke sichtbar wird. Menon zeigt nicht nur, wie die Untersuchung direkter Rede uns ermöglicht, neue Argumente über diese bekannten Texte zu entwickeln, sondern auch, dass Datenanalysen der Rede unsere Sichtweise auf Figuren, einzelne Romane und sogar Genres verändern können.

Hersteller

Verleger
Princeton University Press
Genre
-
Untertitel
-
Umschlag
Weich
Anzahl der Seiten
200
Veröffentlichungsdatum
-
Abmessungen
15.6x23.4 cm
Sprache
Englisch
ISBN-13
9780691235813

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