Der schwarze Mönch könnte durchaus als eine Novelle-Phänomen in den weltliterarischen Annalen bezeichnet werden, da sie seit ihrer Entstehung bis heute zahlreichen Ansätzen und extrem gegensätzlichen Interpretationen ausgesetzt war.
Und das ist nicht verwunderlich, da Anton Tschechow ein zeitlos brisantes Thema behandelt: die Unfähigkeit oder vielleicht die Ablehnung des Menschen, sich mit der grauen Mittelmäßigkeit, mit einer tristen Existenz, zu versöhnen.
Der Autor, der einen gespaltenen Helden zeichnet, einen Mozart, der gleichzeitig Salieri ist, und eine kontroverse, dunkle Erscheinung erschafft, die jedoch einen großen Teil des kollektiven Bewusstseins verkörpert, weist auf die Gefahr hin, die entsteht, wenn der menschliche Wille paralysiert wird, wenn das Individuum, durch eine romantische Sichtweise der Realität, sich in chimärischen Suchbewegungen verausgabt.
Mit einzigartiger Klarheit, mit dem vertrauten nüchternen Blick und einer poetischen Stimmung fängt Tschechow das wirkliche Leben ein und gibt eine explizite Antwort auf diejenigen, die ihn des „Pessimismus“ beschuldigen, und sich weigern, die Wahrheiten zu erkennen, die er beschreibt.
Hersteller
- Autor
- Anton Chekhov
- Verleger
- Roes
- Ursprünglicher Titel
- Schwarzer Mönch
- Typ
- Klassische Literatur, Prosa
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 176
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2015
- Veröffentlichungsdatum
- 2015
- Abmessungen
- 11x16.5 cm
- ISBN-13
- 9789602834367
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