Indem ich akzeptiere, dass die "Apologie" im Vergleich zum "Phaidon" unbestreitbar näher am historischen Sokrates ist, bin ich der Meinung, dass der wahre Sokrates ein verängstigter Sterbender war, der das Schierlingsgift ängstlich trank, weil er nicht wusste, wohin er ging, oder vielmehr nicht geklärt hatte, ob es etwas gibt, ab dem Moment, in dem er für immer die Augen schließen würde.
Und er fürchtete sich aus einem weiteren Grund: weil er in seiner Apologie nicht ehrlich war. Und ich denke letztendlich, dass er so tapfer war, als er das Schierlingsgift trank, wie es ein freiwilliger Sterbender sein kann, der sich das beste Alibi für seinen Tod gesichert hat.
Sokrates hätte nicht überlebt, auch wenn er der Vorläufer der praktischen ethischen Philosophie gewesen wäre, wenn er an diesem schicksalhaften Nachmittag im Jahr 399 v. Chr. nicht mutig oder unmutig beschlossen hätte, das Schierlingsgift zu trinken, das Getränk der Unsterblichkeit oder besser das unsterbliche Wasser.
Hersteller
- Autor
- Panos D. Apostolidis
- Verleger
- Gutenberg
- Untertitel
- Leben und Staatsbürgerschaft
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 1092
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Veröffentlichungsdatum
- 9/2015
- Veröffentlichungsdatum
- 2015
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789600117110
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