Es ist das erste Buch, das historisch, politisch und anthropologisch die vielfältigen Bewegungen und unterschiedlichen Strömungen der französischen Linken von der Aufklärung bis heute untersucht. Die Linke wird Ende des 18. Jahrhunderts mit dem Gedanken des Fortschritts, mit den Menschenrechten während der Revolution, mit dem Parlamentarismus in der Zeit der konstitutionellen Monarchie, mit dem allgemeinen Wahlrecht von 1848, mit der Trennung von Kirche und Staat in den Jahren der Dritten Republik, mit der Humanisierung der Arbeit während der Volksfront und mit dem Machtspiel unter der Präsidentschaft von Mitterrand verbunden.
Juliard unterscheidet vier Linke: die liberale, die jakobinische, die kollektivistische und die libertäre. Jede Periode wird durch parallele Porträts (nach der Art von Plutarch) von Voltaire und Rousseau, von Robespierre und Danton, von Lamartine und Hugo, von Clemenceau und Jaurès bis hin zu Sartre und Camus oder Mandelstam und Mitterrand beleuchtet.
Jacques Juliard wurde 1933 in Brenod, Frankreich, geboren. Seit seinen Schuljahren ist er mit dem Katholizismus der Linken und der Zeitschrift Esprit verbunden. Er studierte deutsche Philologie und Geschichte und wurde 1958 agrégé der Geschichte. Während seiner Studienzeit engagierte er sich in der Studentenbewegung. Er war Vizepräsident der UNEF und engagierte sich aktiv im anti-kolonialen Kampf in Algerien. Sein Engagement setzte er zunächst in der Lehrergewerkschaft SGEN und später in der CFTC und der CFDT fort. 1962, parallel zu seiner gewerkschaftlichen Arbeit, begann er seine akademische Karriere als Forscher beim CNRS. 1966 unterrichtete er am Institut für Politikwissenschaften in Paris und an der Sorbonne. 1968 gründete er zusammen mit Jacques Ozouf die Geschichtsabteilung der Universität Vincennes und unterrichtete am Zentrum für die Ausbildung von Journalisten (CFJ). 1976 stellte er seine aktive Beteiligung an den Gewerkschaften ein und wurde 1978 zum Studienleiter (Professor) an der École des Hautes Études en Sciences Sociales gewählt.
1974 trat er zusammen mit Michel Rocard und Jules Martiné der Sozialistischen Partei bei und wurde einer der Haupttheoretiker der „Zweiten Linken“. 1978 übernahm er die Stelle eines ständigen Kolumnisten bei der Wochenzeitschrift Le Nouvel Observateur und erreichte die Position des stellvertretenden Chefredakteurs. 2010 äußerte er seinen Widerspruch gegen die aus seiner Sicht rechte Wende der Zeitschrift und wurde ständiger Kolumnist der Zeitschrift Marianne. Aus dem Verlag Polis wird auch sein Buch Le choc Simone Weil vorbereitet.
Hersteller
- Autor
- Jacques Julliard
- Verleger
- Polis
- Anzahl der Seiten
- 944
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2015
- Veröffentlichungsdatum
- 2015
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Gebundene Ausgabe
- Geopolitische Region
- Europa
- ISBN-13
- 9789604354832
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