„Eine originelle Dimension zu einem klassischen, aber immer aktuellen Paradox, mit dem liberale Demokratien konfrontiert sind: das Maß, in dem das politische System Toleranz gegenüber Parteien zeigen sollte, die intolerant gegenüber politischem oder sozialem Pluralismus erscheinen. Während die empirischen Beispiele sich auf extremistische Parteien in Europa konzentrieren, wird der konzeptionelle Rahmen über diese spezifischen Fälle hinaus auf aufstrebende und etablierte Demokratien ausgeweitet.“
Benjamin Bowyer, Civic Engagement Research Group, Mills College
Eine theoretisch inspirierte und empirisch reichhaltige Studie über politische Parteien, die als Außenseiterparteien gelten, besonders relevant für Griechenland.
Die Instabilität im extrem rechten Spektrum der griechischen politischen Landschaft trat parallel zu einer Bewegung im extrem linken Bereich auf, wo die sich selbst als antikapitalistisch bezeichnete SYRIZA (Koalition der Radikalen Linken) 2012 schnell zur zweitgrößten Partei im griechischen Parlament aufstieg. Der Erfolg der griechischen Linken, die mit ihrem eigenen anti-regierungspolitischen, anti-europäischen Populismus auftrat, nährt die Kommentare, dass Extremismus möglicherweise kein exklusives Merkmal des rechten Flügels ist.
In der modernen Griechenland ergibt sich somit eine Gelegenheit, die strategischen Optionen zu dokumentieren und zu bewerten, die von jenen getroffen wurden, die versuchen, auf den Wahlerfolg von Kräften zu reagieren, die einst außerhalb des Parteiensystems standen. Die Beobachtung der nächsten Schritte des politischen Establishments in Griechenland wird gewiss von hitzigen Kontroversen begleitet werden und neue Daten für Experten der vergleichenden Studie bieten, um das theoretische Wissen über das Verhalten von Parteien und Eliten unter Druck zu überprüfen.
Am wichtigsten ist, dass es neues Wissen über die Folgen - sowohl beabsichtigt als auch unerwartet - der alternativen Versuche von Demokratien bieten wird, organisierte Formen von Intoleranz zu bekämpfen.
Durch die Übersetzung dieses Buches über politischen Extremismus in Demokratien ins Griechische hoffen wir, eine Brücke zwischen denjenigen zu schlagen, die sich auf die rasanten Entwicklungen in Griechenland konzentrieren, und der breiteren internationalen Forschung zu einem der schmerzhaftesten Paradoxien der Demokratie… nämlich dem, das aus der Forderung entsteht, Intoleranz zu ertragen.
Dr. William M. Downs (Ph.D, Emory University 1994) ist Dekan des Harriot College an der East Carolina University. Seine Forschungs- und Lehrinteressen umfassen vergleichende Politik, europäische Politik, insbesondere West- und Südeuropa, sowie Politische Ökonomie.
Hersteller
- Autor
- Downs M. William
- Verleger
- Epikentro
- Untertitel
- Der Kampf gegen Intoleranz
- Anzahl der Seiten
- 344
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2015
- Veröffentlichungsdatum
- 2015
- Abmessungen
- 17x24 cm
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Geopolitische Region
- Griechenland & Zypern, Europa, Naher Osten
- ISBN-13
- 9789604586127
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