Philosophiebücher

Μίμησις εναντίον μορφής, Erläuterung zu Aristoteles' Poetik

Autor: Stelios Ramfos

Das Studium der Poetik stellt inzwischen einen besonderen, würde ich sagen, Wissenschaftszweig mit seinen spezialisierten Arbeitern dar. Die Aristoteliker beschäftigen sich nicht eingehend mit diesem...

Das Studium der Poetik stellt inzwischen einen besonderen, würde ich sagen, Wissenschaftszweig mit seinen spezialisierten Arbeitern dar. Die Aristoteliker beschäftigen sich nicht eingehend mit diesem Werk, während die Forscher dafür bis heute zumindest der hermeneutischen Tradition der Renaissance folgten, die über die `Poetik` - und sekundär über die...

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Merkmale

  • Anzahl der Seiten Anzahl der Seiten 594
  • Abdeckung Abdeckung Weich
  • Erscheinungsjahr Erscheinungsjahr 2011
  • Verleger Verleger Armos

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Das Studium der Poetik stellt inzwischen einen besonderen, würde ich sagen, Wissenschaftszweig mit seinen spezialisierten Arbeitern dar. Die Aristoteliker beschäftigen sich nicht eingehend mit diesem Werk, während die Forscher dafür bis heute zumindest der hermeneutischen Tradition der Renaissance folgten, die über die `Poetik` - und sekundär über die `Rhetorik` - Antworten zu Fragen der Kunst und Literatur suchte und das aristotelische Werk in ihren Dienst stellte, anstatt die innere Beziehung zu ihm zu beleuchten.

Die `Poetik` bildet ein besonderes Werk, doch sie bleibt organisch mit den anderen verbunden, als Produkt des gleichen Geistes und aus ihrem eigenen Gegenstand, der `Biologie` der mimetischen Kunst als Poetik. Die Bibliographie der bereits tausenden von Titeln, die sich in beschleunigtem Tempo vergrößert, schafft neue Probleme und erfordert von dem heutigen Forscher eine langjährige Beschäftigung, die die Erweiterung seiner Horizonte nicht fördert. Es ist überflüssig zu betonen, dass wie üblich eine kleine Anzahl von Veröffentlichungen erwähnenswert ist und dass diejenigen, die weltweit in der Lage sind, über dieses aristotelische Rätsel aus eigenem Wissen zu sprechen, buchstäblich an einer Hand abzählbar sind.

Wenn man zu diesen Schwierigkeiten noch die problematische bis verzweifelte Situation der überlieferten Handschriften des Textes und seinen telegrammhaften Charakter hinzufügt, hat man ein ausreichendes, aber nicht vollständiges Bild des Werkes, das `Poetik` genannt wird. Es wird ergänzt, solange man nicht vergisst, dass seit der ersten Veröffentlichung im Westen im Jahr 1498 dieses Werk ständig herangezogen wird, um fast jede ästhetische Theorie, als Theorie der Form, unmittelbar oder mittelbar zu stützen.

Die Studie zur aristotelischen `Poetik` wurde nicht durch den Ehrgeiz motiviert, Teil der ehrenvollen Garde der herausragenden Kommentatoren zu werden, sondern durch das strategische Ziel meiner gesamten Arbeit: weitgelesene und entscheidende griechische Texte der geistigen Geschichte des Westens zu erschließen und zu suchen, wo das Lesen irreführend war, selbst in seiner Fruchtbarkeit, um unsichtbare, aber unauflösliche organische Bindungen des vorchristlichen mit dem christlichen Hellenismus zu finden, die es ermöglichen, uns den Klassikern über den kürzesten - direkten - Weg unseres mittelalterlichen und neuzeitlichen geistigen Erbes zu nähern, soweit auch dieses aus den in der Botschaft des neuen Lebens in Christus wiederbelebten Quellen schöpft.

Ich halte es für eine notwendige Bedingung zum Verständnis der `Poetik`, dass der Interpreteur sich von den scheinbar selbstverständlichen Vorurteilen der Neuzeit emanzipiert. Der Titel `Mimesis` entspricht diesem Anliegen, da das Schicksal der `Poetik` letztlich auf einer systematischen Projektion der aristotelischen Mimesis in die Ästhetik der Form beruht, einer Ästhetik, die ich als beherrschend, wenn nicht gar ausschließend in der modernen westlichen Welt bezeichnen würde.

So wird das abschließende Kapitel des Buches - `Von der tragischen Mimesis zur Liturgie` - nur legitimiert. Ich versuche nicht, den ausländischen Forschern unsere Antiken zu entreißen - die Klassiker gehören denjenigen, die sie lieben und studieren -, ich versuche, sie im griechischen Licht zu lesen, das seit Jahrhunderten in Abenddämmerungswolken ertrinkt. Das weise und mühsame Studium der Texte ist ein wertvoller Besitz, kann aber allein nicht einen Lebensgeist transformieren, der so verschieden ist von dem, der die Werke der Antiken hervorgebracht und genährt hat.

Hersteller

Produktdetails

Autor
Stelios Ramfos
Verleger
Armos
Untertitel
Erläuterung zu Aristoteles' Poetik
Sprache
Griechisch
ISBN-13
9789605276553

Ausgabe

Umschlag
Weich
Anzahl der Seiten
594
Abmessungen
17x25 cm
Veröffentlichungsdatum
7/2011
Veröffentlichungsdatum
2011

Inhalt

Lesestufe
Klassische Texte

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