Im aktuellen Debatten über die Reiseschreibung im zwanzigsten Jahrhundert neigt man eher dazu, verschiedene Textarten und insbesondere die Geografie der Orte durch die Perspektive der Sonderberichterstatter im Osten und Westen zu identifizieren, als auf ein literarisches Genre zu verweisen.
Die ReisLiteratur verdankt viel dem Journalismus und den Reportagen jener „Schriftsteller im Auftrag Dritter“, die sich wie Corrado Alvaro oder Enrico Emanuelli von der Kunstprosa zur dritten Seite und zum Feuilleton „ausgeliehen“ fühlten.
Die Reise nach Griechenland unterscheidet sich von anderen durch ihre besondere Identität, die sie zu einem echten Topos eines klassischen, spirituellen und kulturellen itinerar macht, der Hellenismus und Neoklassizismus vereint. Ausgehend von D’Annunzio, der sich seine eigene mentale und mythische Griechenland-Bilderwelt erschafft, die wenig mit dem realen Griechenland zu tun hat, das in der Kreuzfahrt zusammen mit Scarfoglio und George Hèrelle beschrieben wird, bis zur Arkadien von Emilio Cecchi, wo der Florentinerismus und der Topos der Heimat und der Stadt der Herkunft sowie der Topos der Unaussprechlichkeit, wie im Bild des Parthenons „einfach wie ein Glas Wasser, exzellent wie ein Pater Noster“, stark präsent sind.
Mythos und Geschichte verschmelzen bei den italienischen Reisenden in Griechenland des zwanzigsten Jahrhunderts, beschrieben von Robert Byron als die Wiege der europäischen Zivilisation durch lyrische Bilder, die im griechischen Reisebericht von Riccardo Bacchelli zu finden sind, der von den antiken Ruinen des Landes von Sokrates und Pausanias und den zahlreichen Vergleichen zwischen der griechischen Zivilisation und der römischen Geschichte begeistert ist.
Das absolut originelle Augenmerk von Comisso, einem authentischen Reisenden auf der Suche nach starken Empfindungen, findet sich im Ansatz in Griechenland, das als Autobiographie eines „viator felix“, eines umherirrenden und nomadischen Reisenden, der immer auf der Suche nach dem genius loci oder einem ubi consistam ist, betrachtet werden kann, welches er jetzt in dem kleinen Nauplia und jetzt in der wunderschönen Stadt Olympia wiederfindet.
In dem schmackhaften Büchlein Dall’Ellade al Bisanzio von Alberto Arbasino, das während der Olympischen Spiele 1960 geschrieben wurde, erstrecken sich die Grenzen bis zur Türkei, und man spürt die Tendenz, die Sakralität des griechischen Landes zu entmythologisieren und seine Philosophie von Parmenides bis Platon, von Pythagoras bis Aristoteles durch die spielerische Erzählung eines snobistischen und raffinierten Intellektuellen zu verherrlichen.
Hersteller
- Autor
- Rossana Esposito
- Verleger
- Oselotos
- Skroutz Buchpreise 2025
- -
- Tastaturen
- Akademisch
- Sprache
- Italienisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 98
- Veröffentlichungsdatum
- 2/2016
- Veröffentlichungsdatum
- 2016
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789605643430
Wichtige Informationen
Spezifikationen werden von offiziellen Hersteller-Websites gesammelt. Bitte überprüfen Sie die Spezifikationen, bevor Sie Ihren endgültigen Kauf tätigen. Wenn Sie ein Problem bemerken, können Sie melden Sie es hier