Die Welt verändert sich. Schnell. Durch Brüche, bewaffnete Konflikte, international und vor allem innerstaatlich, die Ansprüche von Völkern, Ethnien, Minderheiten, das Aufkommen unkonventioneller Bewegungen und Organisationen, die Bedrohungen für die Sicherheit von Menschen und Staaten, das drängende Eingreifen von NGOs und der Zivilgesellschaft.
Neue Probleme und Spannungen entstehen rund um die Umwelt, den Klimawandel, die Migration von Bevölkerungen, die Entwicklungsfragen im Angesicht von Armut und den öffentlichen Schulden der Staaten sowie die neuen Politiken, die von internationalen Organisationen regionaler und universeller Art gefördert werden. Die internationale Gemeinschaft bekräftigt zunehmend institutionell und/oder negativ ihre Intervention, indem sie selbst eine autonome Entität mit Rechten und Pflichten im internationalen Recht darstellt, aber auch Schwächen zeigt.
Die Grenzen des Völkerrechts dialogisieren – konvergieren/ divergieren? – mit den Schwächen der politischen Entscheidungen und den Defiziten der einzelnen Politiken. Sicherheit als Wahrnehmung und Politik wird mit der Entwicklung verbunden. Und diese wiederum mit dem Frieden und den Rechten des Menschen und der Völker.
In der gegenwärtigen Phase internationaler Entwicklungen erleben wir den genuinen Übergang von der zwischenstaatlichen internationalen Gemeinschaft, in der der westfälische souveräne Staat dominierte, zur nachkriegszeitlichen internationalen Gemeinschaft vieler internationaler Akteure, Träger von Rechten und Pflichten mit dem Menschen oder Kollektiven von Personen, Minderheiten, Ethnien, Völkern, Indigenen usw. im Mittelpunkt.
Diese menschenzentrierte Perspektive des internationalen Rechts wird vom Internationalen Recht erlebt, schrittweise umrahmt und gefördert. Das Internationale Recht ist nicht einfach definiert als „eine Menge von Regeln, die die internationale Gesellschaft regelt“. Es muss vielmehr als ein Prozess verstanden werden. Eine ständige Entwicklung, die die „geistige“ Tradition mit einer Form der Regelung/Problemlösung kombiniert, während der das Internationale Recht selbst verändert wird, während Organe der internationalen Gemeinschaft, als Reaktion auf verschiedene Fragen, es interpretieren und anwenden.
Hersteller
- Verleger
- Ekdoseis I. Sideris
- Typ
- Recht - Rechte, Humanwissenschaften, Politikwissenschaften, Soziologie, Volkskunde
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Theorie und Anwendung des internationalen Rechts
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 473
- Veröffentlichungsdatum
- 2016
- Abmessungen
- 17x24 cm
- ISBN-13
- 9789600806915
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