„Wenn du alt bist, wirst du unsichtbar: in einem Wartezimmer, alle in der Reihe, kommt ein Mädchen herein und sucht jemanden. Sie schaut sich um und wenn sie zu dir kommt, geht sie an dir vorbei, als wärst du ein Poller an der Autobahn. Dann beginnen die Alterungsprozesse. [...] Wenn jemand aufhört zu arbeiten, gerät sein Leben ins Wanken: die Zeit verliert ihr Gegengewicht, ihre Stütze, ihren Gegner und ihre Grenze.
Sobald du die achtzig überschreitest, sagen sie: „Du siehst prima aus, du wirkst jung“. Süße Worte für den, der sie spricht, aber für den, der sie hört, öffnen sie den Strudel der Zeit, in den er versinkt, als wäre er in quicksand gefallen. Das Alter schreitet im Dunkeln voran, mit den lautlosen Schritten der Symptome, einer ausgebildeten Zerstörungstruppe, die die unerwartete, unerwünschte und wachsende Ähnlichkeit mit Fremden vorantreibt.
Mit einem Stich in den Nieren oder mit einer Schwächung des Gehörs wird selbst der Feind zum Verwandten. Der Raum und die Dinge werden stumpfer: das Alter gleicht den Zigeunern, sie leben von Almosen. [...] Im Herbst, wenn die Blumen den Kopf neigen, schneide ich sie ab (und ich bin sicherlich nicht der Einzige, der das tut) und stecke sie dann heimlich in die Taschen, um die „Ungehörigkeit“ des bevorstehenden Endes zu verbergen.“ Reflexionen über das Alter von einem großen italienischen Verleger.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Valentino Bompiani
- Verleger
- Agra
- Ursprünglicher Titel
- Die unsichtbaren Alten
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 41
- Veröffentlichungsdatum
- 10/2009
- Veröffentlichungsdatum
- 2009
- Abmessungen
- 11x20 cm
- ISBN-13
- 9789603257486
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