Ich arbeite schon lange an der "Kichli" von G. Seferis. Ein schwieriges, vielschichtiges Gedicht, das oft innerlich zerbrochen und doch vereint ist. Ich hatte Schwierigkeiten wie nie zuvor bei dem Versuch, literarische Texte zu nähern. Und das liegt an seiner Struktur.
Ich habe besser als je zuvor erkannt, dass Malerei vor allem und über alles Komposition ist. Die Komposition ist es, die einen Zustand vermittelt und ein Objekt "darstellt". Die Beziehungen der malerischen Elemente und letztendlich der einzelnen Teile einer Form schaffen die Bedingungen der Malerei, also der künstlerischen Darstellung des Lebens.
Jeder andere Malversuch, der auf naturalistischen Voraussetzungen beruht, ist zum Scheitern verurteilt. Er zeichnet also nicht das Leben auf, sondern stellt eine miserable und arme Andeutung des Lebens dar, einen schwachen Symbolismus desselben. Das Kunstwerk kann in diesem Fall maximal ein Zeichen mit begrifflichen Bezügen zum Leben und zur Realität werden, aber nicht eine Präsenz des Lebens. Es ist daher also keine Malerei, also kein Lebensschreiben.
(Giorgos Kordis)
Hersteller
- Autor
- Giorgos Seferis
- Verleger
- Armos
- Sprache
- Griechisch
- Untertitel
- Eine künstlerische Reise durch das gleichnamige Gedicht von George Seferis
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 45
- Veröffentlichungsdatum
- 1/2007
- Veröffentlichungsdatum
- 2007
- Auszeichnung
- Nobelpreis
- Abmessungen
- 34x24 cm
- Künstlerische Strömung
- Modernismus
- Alben
- Ja
- Themen
- Bildhauerei - Druckgrafik, Film
- ISBN-13
- 9789605273682
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