Die Farbstheorie von Schopenhauer verdankt ihre Entstehung der persönlichen Bekanntschaft des Schöpfers mit Goethe. Schopenhauer geht natürlich von den Ergebnissen der Farbtheorie Goethes aus, entwickelt jedoch ein sehr originelles Verständnis von Farben, das auf seinem eigenen philosophischen System basiert.
Farben sind seiner Meinung nach ein Phänomen der Physiologie, sie entstehen also im Auge und existieren nicht objektiv. Ein Merkmal ihrer Entstehung ist die qualitative Teilung der Energie des Sehens, die die Erklärung vieler mit Farben verbundener Phänomene liefert.
Der Philosoph entdeckt sogar, dass diese Teilung in numerischen Verhältnissen formuliert werden kann, wodurch seiner Theorie auch eine quantitative Dimension verliehen wird. Schopenhauers Farbtheorie hat doppeltes Interesse: zum einen philosophisch, da sie die Möglichkeiten aufzeigt, die eine transzendentalistische Herangehensweise zur Verständnis der Phänomene bietet, zum anderen wissenschaftlich, da sie die Schwächen der naturwissenschaftlichen Herangehensweise zur Untersuchung ihrer Ursachen aufzeigt.
Schopenhauer, wie auch Goethe, übt scharfe Kritik an der Farblehre von Newton. Er geht jedoch noch weiter und interpretiert dasjenige, was Goethe als „Urphänomen“ bezeichnet. So werden diejenigen, die von Goethes Farbtheorie fasziniert waren, in der von Schopenhauer die tiefere Dimension jener finden.
Hersteller
- Autor
- Arthur Schopenhauer
- Verleger
- Roes
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 256
- Abmessungen
- 14x20.5 cm
- Ursprünglicher Titel
- Über den Originaltitel
- Veröffentlichungsdatum
- 12/2017
- Veröffentlichungsdatum
- 2017
- Sprache
- Griechisch
- ISBN-13
- 9789602834725
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