„Es war spät in der Nacht, als K. ankam. Das Dorf war im Schnee versunken. Der Hügel des Turms war nicht zu sehen, Nebel und Dunkelheit umhüllten ihn von allen Seiten, und kein schwaches Licht zeigte an, dass dort der große Turm stand. K. stand eine ganze Weile auf der hölzernen Brücke, die von der Landstraße ins Dorf führt, mit seinem Blick nach oben, in das betrügerische Nichts.“
Der Roman „Der Proceß“ beginnt mit einer Reihe von Rätseln: Warum kommt K. ins Dorf, warum möchte er unbedingt zum Turm gelangen und warum scheinen alles und alle gegen ihn zu konspirieren? Anstatt schrittweise Antworten auf diese Fragen zu geben, stellt Kafka jede Prämisse und jede Information, die im Verlauf des Werks enthüllt wird, in Frage, schafft Widersprüche und verdunkelt die Ereignisse.
Die Struktur der Erzählung, die mit Geheimnis umhüllt ist, muss der Leser in einem ständig fortwährenden Prozess rekonstruieren; so wird die übliche statische duale Beziehung zwischen Autor und Leser, zwischen schöpferischem und rezeptivem Akt aufgelöst. Wer den Text von Kafka entschlüsseln und die „Lücken“ füllen möchte, muss aktiv am Spiel teilnehmen.
[Auszug aus dem Text auf dem Rückcover der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Franz Kafka
- Verleger
- Roes
- Ursprünglicher Titel
- Der Originaltitel
- Verlage
- Ströme
- Typ
- Klassische Literatur, Prosa
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 439
- Veröffentlichungsdatum
- 5/2005
- Veröffentlichungsdatum
- 2005
- Abmessungen
- 13x20 cm
- ISBN-13
- 9789602832097
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