«Ich habe oft in meinen Büchern das aktive Rollen der Ideale im Leben der Völker studiert. Dennoch muss ich zurückkommen, denn der gegenwärtige Moment ist überwiegend durch einen Kampf gegenseitiger Ideale gekennzeichnet. Und tatsächlich, gegenüber den alten religiösen und politischen Idealen, deren Kraft geschwunden ist, erheben sich neue Ideale, die es verdienen, diese zu ersetzen.
Die Geschichte lehrt, dass ein Volk, solange es keine gemeinsamen Gefühle und Interessen, keine gemeinsamen Überzeugungen hat, nichts weiter ist als ein Haufen von Individuen, ohne Dauer und ohne Kraft. Die Einheit eines Stammes, die den Übergang von einem barbarischen Zustand zur Kultur darstellt, wird durch die Annahme eines gemeinsamen Ideals vollendet. Zufällige Eroberungen ersetzen dies nicht.
Die Ideale, die in der Lage sind, die Seele eines Volkes zu vereinen, sind vielfältiger Natur: die Religion Roms, die Anbetung Allahs, die Hoffnung auf das Paradies usw. Ihre Wirksamkeit als Handlungsmittel ist dieselbe, seit sie das Volk erobert haben. Mit einem Ideal, das auf die Seelen wirkt, ist ein Volk glücklich. Sein Verfall beginnt, wenn dieses schwächer wird. Die Macht Roms datiert aus der Zeit, als die Römer aufhörten, ihre Institutionen und Götter zu respektieren…»
Gustave Le Bon, 1923 Nachdruck der Ausgabe von 1945.
Hersteller
- Autor
- Gustave Le Bon
- Verleger
- Eleytheri Skepsis
- Typ
- Recht - Rechte, Politikwissenschaften, Anthropologie - Ethnologie
- Sprache
- Griechisch
- Umschlag
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 156
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2019
- Veröffentlichungsdatum
- 2019
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789606716959
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