Träume und Delirium, erotisches Verlangen und Abstoßung, Bewusstes und Unbewusstes, Grenzen zwischen Normalität und Pathologie, therapeutischer Prozess. Auf der Grundlage der hysteroromantischen Novelle "Gradiva" von Wilhelm Jensen (1837 - 1911), einem Bericht aus dem Jahr 1903, in dem die Protagonisten zwischen einer Kleinstadt in Deutschland und den Ruinen von Pompeji im blendenden Licht des Mittags wandern, formulierte Sigmund Freud 1907 grundlegende Konzepte seiner jungen Wissenschaft und bot eine paradigmatische psychoanalytische Lesart eines literarischen Werkes an.
Dieses besondere Doppelbuch - von einem Schriftsteller und einem Psychoanalytiker - hatte zur damaligen Zeit großen Einfluss, und "Gradiva" wurde in psychoanalytischen ebenso wie in künstlerischen Kreisen, insbesondere unter den Surrealisten, zu einem Symbol. In dieser Ausgabe werden die Novelle von Jensen, übersetzt von Maria Angelidou, und Freuds Lesart, übersetzt von Pano Aloupi, der auch die Herausgabe des Bandes übernommen hat, zusammen veröffentlicht.
Die ausführliche Einleitung und die Anmerkungen stammen von Psychoanalytikern und aus der deutschen Ausgabe der Gesammelten Werke von Freud, während im Nachwort die Studie von Viki Loizidi über die 'surrealistischen Metamorphosen eines freudschen Mythos' veröffentlicht wird.
Hersteller
- Autoren
- Sigmund Freud, Wilhelm Jensen
- Verleger
- Agra
- Ursprünglicher Titel
- Gradiva, ein pompejanisches Phantasiestück. Der Wahn und die Träume in W. Jensens 'Gradiva'
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 360
- Veröffentlichungsdatum
- 10/1994
- Veröffentlichungsdatum
- 1994
- Abmessungen
- 12x18 cm
- ISBN-13
- 9789603251095
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