Juli 1965: In diesem Buch gibt es zwei oder mehr Liebesgeschichten, das Hauptthema ist jedoch das Bewusstsein der Protagonisten in einer kritischen Stunde des Landes, durch die Odyssee einer romantischen Suche. "Athen, die offenste Stadt der Welt", bricht ein nach 18 Jahren Zwangsabwesenheit zurückgekehrter in bewunderndem Staunen aus.
Intensives kulturelles Leben, Kämpfe der studierenden Jugend, neue Kräfte auf dem politischen Parkett, Ideen und Überlegungen kennzeichnen den „Athener Frühling“. Antithetisch werden die Exzesse und unorthodoxen Liebesbeziehungen einer Gruppe von amerikanischen Selbstexilierten und anderen Ausländern dargestellt, wo Agenten ungehindert mit königlichen Männern, Militärs, Politikern der Rechten, Unzufriedenen der regierenden Partei und Protagonisten der wirtschaftlichen Oligarchie Intrigen spinnen.
Chronologisch deckt der Roman lediglich zwanzig Tage ab, vom 4. bis 23. Juli, dem Tag der Beerdigung von Sotiris Petroulas. Ein horizontales Schnittmuster im Kern der historischen Zeit: Die Abspaltung, der Zwang zu Papandreous Rücktritt, die Schwierigkeiten und die Sackgassen der Linken. In einer Umgebung, die sich unaufhörlich - zum Schlechteren - verändert, werden Erinnerungen und Formen aus dem Schisma, dem Widerstand, dem Bürgerkrieg wachgerufen und die kommenden Ereignisse mit alptraumhafter Klarheit skizziert: "Wir waren wieder im Sternzeichen des Schattenstaates und des Terrors angekommen... Über dem verlorenen Frühling schwebte nun der Geier des Putsches, bereit, sich zu stürzen und das Land zu zerreißen", sagt am Ende der Rückkehrer.
Und doch wird er, vor dem offenen Grab des Helden, sagen: "Gesegnet seien diejenigen, die auf den marmorneren Äckern den Tod besiegen, wie Sotiris Petroulas." (Aus der Präsentation auf dem Rückcover des Buches)
Mit dem Obertitel "Unglückselige Jahre" versprach Tsirkas eine neue Trilogie im Muster der "Unregierbaren Staaten", die auch die Zeit der Diktatur historisch abdecken würde. "Der verlorene Frühling", der der erste Band sein sollte, sollte jedoch das letzte Werk des Autors sein. In allen Nachdrucken nach seinem Tod wurde dieser Obertitel beibehalten, nicht nur um die Identität des Werkes nicht willkürlich zu verändern, sondern auch, weil diese Anordnung des Covers die ideale Fortsetzung der bekannten Ereignisse markiert. Das heißt, der ehrgeizige Plan des Autors, nach der Abenteuergeschichte des Nahen Ostens, die düstere griechische Erfahrung, die er ebenfalls schmerzlich erlebte, erneut mit den Mitteln der Kunst zu erzählen.
Hersteller
- Autor
- Stratis Tsirkas
- Verleger
- Kedros
- Typ
- Historischer Roman
- Untertitel
- Neuartige
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 258
- Veröffentlichungsdatum
- 2005
- Abmessungen
- 14x21 cm
- ISBN-13
- 9789600400427
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