Nirgendwo sonst würde das Sprichwort „Es ist etwas anderes, es zu sagen, und etwas anderes, es zu sehen“ vielleicht so zutreffen wie auf die Situation, in der sich Freud im März 1915 befand, sechs Monate nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Es ist in der Tat etwas ganz anderes, vor zwei oder drei Jahren in „Totem und Tabu“ zu sagen, dass der heutige Mensch aus psychologischer Sicht eine untrennbare Fortsetzung des urzeitlichen Menschen ist, den er heimlich in sich trägt und zu dem er offen zurückkehrt, wann immer er den Mantel der Zivilisation ablegt, und etwas ganz anderes, mit eigenen Augen zu sehen, wie genau dieser Mensch, von dem du deine Hoffnungen gesetzt hast und von dem du erwartet hast, dass er zumindest mit seinen Errungenschaften in der geistigen und technischen Kultur besser geworden wäre als sein primitiv aufgewachsener Vorfahr, Zerstörung und Tod über einen ganzen Kontinent bringt.
Hersteller
- Autor
- Sigmund Freud
- Verleger
- Epikouros
- Ursprünglicher Titel
- Contemporary Reflections on War and Death
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 91
- Veröffentlichungsdatum
- -
- Veröffentlichungsdatum
- 1998
- Abmessungen
- 13x21 cm
- ISBN-13
- 9789607105219
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