Geboren werden wir und nehmen den Weg des Lebens noch ungeschult. Wir stützen uns auf andere, lernen von anderen, imitieren sie. Zuerst unsere Eltern, dann unsere Freunde, die Gesellschaft. Und wir sind unschuldig, ungeschult und saugen alles um uns herum auf, umarmen die Worte der anderen. Die Worte der anderen… Wir halten alles für wahr. Auf diesen Worten, ihren Worten und ihrer Logik bauen wir unsere eigene Weltanschauung auf, um unsere Persönlichkeit zu formen. Und wenn wir uns auf unserem Weg ein wenig verändern, dann deshalb, weil wir versuchen, zwischen all den „Pflichten“ und unseren eigenen Träumen, unseren eigenen Wünschen, die unser Unterbewusstsein wiegt, eine Balance zu finden. Und wir erschaffen ein „Ich“, unser eigenes Selbst, und beginnen auch wir das Leben als Eltern, als Freunde, als Menschen, die für das Wohl der Gesellschaft kämpfen.
Aber ist das wirklich so? Haben uns die Leute die Wahrheit gesagt? Und was passiert, wenn wir eines Tages entdecken, dass man uns belogen hat? Was dann? Wie sehr wird unser emotionales Gleichgewicht gestört, was passiert, wenn die ganze Welt unter unseren Füßen zusammenbricht, wenn wir uns schutzlos fühlen in einem rebellischen Wind, wenn alles um uns herum eine Lüge ist? Die Wahrheit ist in diesem Leben so schwer. Die Wahrheit tut weh. Deshalb wird sie uns verborgen. Zu unserem Besten. Damit wir nicht traurig sind. Denn das ist in ihrem Interesse. Eltern, Verwandte, Freunde, Bekannte, Arbeitgeber, Politiker, die Massenmedien, die Gesellschaft selbst, jeder hat seinen eigenen Grund, eine Wahrheit zu verbergen.