Die „ROTEN BLÄTTER“ (1930) werden einstimmig als eines der herausragendsten Werke in kurzer Form von William Faulkner anerkannt. Die Erzählung erzählt eine beunruhigende Verfolgungsgeschichte.
Als der Häuptling eines indigenen Stammes der Yoknapatawpha stirbt, verlangt der Brauch, dass er zusammen mit seinem Pferd, seinem Hund und seinem schwarzen Sklaven begraben wird. Doch der Sklave entflohen. Faulkner beschreibt realistisch, aber auch mit epischem Ton die Hetzjagd, die entfesselt wird, verleiht ihr einen rituellen Charakter und verwandelt das Opfer des Flüchtigen in eine Allegorie für das gemeinsame menschliche Schicksal.
Gleichzeitig greift er hier zum ersten Mal, auf beißende Weise, die Frage der Sklaverei im amerikanischen Süden und den moralischen Verfall der Ureinwohner auf, die, in Nachahmung der Weißen, schwarze Sklaven besitzen. Ein charakteristisches Beispiel für Faulkners modernistische Schreibweise in den 30er Jahren sind die „Roten Blätter“, die trotz der Gewalt, die sie durchdringt, ein poetischer und symbolisch dichter Text sind, der den Schrecken des Menschen angesichts des Todes und das unstillbare Verlangen nach Leben festhält.
Hersteller
- Autor
- William Faulkner
- Verleger
- Kichli
- Ursprünglicher Titel
- Rote Blätter
- Verlage
- Kichle
- Typ
- Klassische Literatur
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 152
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2021
- Veröffentlichungsdatum
- 2021
- Abmessungen
- 11.8x16.5 cm
- ISBN-13
- 9786185461300
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