Die Literatur konnte Kafka nicht retten. Er wird jung aus dem Leben scheiden, innerlich zerbrochen durch das Unerreichbare des Friedens, die Unfähigkeit, wirklich nahe bei den Dingen und Personen zu sein, die er geliebt hat, die Zweifel an seinen Schriften, vor allem an sich selbst.
Überzeugt davon, dass sein literarischer Einfluss vernachlässigbar ist, gibt Kafka den ausdrücklichen Befehl, all seine Schriften zu vernichten, in der Hoffnung, dass vielleicht mit ihnen die Ängste und Enttäuschungen, die sie diktiert haben, verschwinden. Eine erdrückende Zweifel durchdringt jede Seite von Kafka, selbst in den fröhlichsten Momenten seiner Kunst. Diese Zweifel und Enttäuschungen spiegeln die drei Erzählungen wider, die in dieser Ausgabe anthologisiert sind.
Wenn die Strafkolonie als eine Parabel für die Macht gelesen werden kann, die heimtückisch menschliche Beziehungen vergiftet – vertikal und horizontal – und jeden Versuch der Kommunikation, des Verstehens, der Vergebung und des Mitgefühls zunichte macht, spiegeln Der Hunger Künstler und Josephine, seine letzten literarischen Werke, klar die quälenden Gedanken wider, die ihn kurz vor dem Ende plagen.
[Aus dem Hinweis des Übersetzers.]
Inhalt
- Hinweis des Übersetzers
- Ein Hunger Künstler
- Die Strafkolonie
- Josephine die Sängerin oder Das Volk der Mäuse
- Nachwort: Kafka oder die Abwehr. Skizze für eine Erzählgattung
- Chronologie
Hersteller
- Autor
- Franz Kafka
- Verleger
- Gutenberg
- Verlage
- Gutenberg
- Typ
- Klassische Literatur, Prosa
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 167
- Veröffentlichungsdatum
- 6/2022
- Veröffentlichungsdatum
- 2022
- Abmessungen
- 21x14 cm
- ISBN-13
- 9789600123739
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