Ich bin ein Gottesdienstkind, sagte Lacan. Ausgebildet von den Brüdern des Ordens von Maria, war er ein gottesfürchtiges Kind und erlangte ein signifikantes, inneres Wissen über die Prüfungen und Tricks der christlichen Spiritualität.
Er wusste auch, wie man wunderbar mit Katholiken sprach und sie mit der Psychoanalyse vertraut machte. Der Jesuitenorden setzte auf seine Schule. Freud, der seinen Optimismus aus der Aufklärung zog, glaubte, dass Religion nichts weiter als eine Illusion sei, die die Fortschritte des wissenschaftlichen Geistes in der Zukunft auflösen würden.
Lacan glaubte das überhaupt nicht. Im Gegenteil, er war der Ansicht, dass die wahre Religion, die römisch-katholische, letztendlich alle täuschen würde, indem sie Bedeutung mit einer Kelle in das Wirkliche hinein schwer vermittelbar machte, was die Wissenschaft immer hartnäckiger und unerträglicher machen würde.
(Jacques-Alain Miller) [Auszug aus dem Text auf der Rückseite der Ausgabe]
Hersteller
- Autor
- Jacques Lacan
- Verleger
- Ekkremes
- Sprache
- Griechisch
- Abdeckung
- Weich
- Anzahl der Seiten
- 124
- Veröffentlichungsdatum
- 11/2011
- Veröffentlichungsdatum
- 2011
- ISBN-13
- 9789607651884
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